Agaplesion Markus Krankenhaus Frankfurter Diakonie-Kliniken gGmbH

Umbau Funktionsgebäude Haus A.a und A.b Umbau Bettenhaus B.a und B.b

Das Agaplesion Markus Krankenhaus ist eine Einrichtung für Schwerpunktversorgung im Rhein-Main-Gebiet. Der Grundstein des Markus Krankenhauses wurde im Frankfurter Stadtteil Ginnheim mit den ersten Neubauten Mitte der 50er Jahre vergangenen Jahrhunderts gelegt.

In den darauffolgenden Jahren, Ende der 60er, 80er und 90er Jahre vergangenen Jahrhunderts erfolgten diverse Anbauten, Umbauten und Aufstockungen am Gesamtkomplex. Herzog + Partner ist seit 2006 mit zahlreichen Einzelbaumaßnahmen, Umbauten im laufenden Betrieb, Aufstockungsmaßnahmen sowie Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen beauftragt. Die Maßnahmen betreffen die Funktionsgebäude Haus A.a, Mittelbau und Haus A.b sowie das Bettenhaus B.a und B.b.

Bei den Umbau- und Neubaumaßnahmen wurden Decken mit Spannweiten bis zu 6,60 m neu errichtet bzw. umgenutzt. Für die Realisierung der Untersuchungsräume wie ERCP, Gammakamera, CT und MRT wurden hohe Einzellasten auf den Geschossdecken ermöglicht.Die Geschosszahl variiert von 6 oberirdischen Geschossen bis zu 9 oberirdischen Geschossen der Nutzung beim Bettenhaus.

Der östliche Gebäudeteil des Bettenhauses besteht aus einem Kellergeschoss, Erdgeschoss und acht Obergeschossen. Dieser wurde beginnend im Dezember 2013 entkernt und grundlegend neu strukturiert.

Die Fertigstellung erfolgte im November 2014. Im Anschluss wurde der spiegelbildliche westliche Gebäudeteil gleichfalls entkernt und grundlegend neu strukturiert. Die gesamte Umnutzung und Umbaumaßnahme erfolgte während dem laufenden Betrieb im Erdgeschoss, in dem sich die Intensivstation und der Zentral-OP befindet. Ferner wurden während der gesamten Baumaßnahme die Behandlungs- und Versorgungsräume sowie Technikräume im Kellergeschoss im Betrieb unterhalten.

Beim Umbau des Bettenhauses wurden im Wesentlichen neue Versorgungsschächte, über alle Geschosse führend, eingebaut und die Dachkonstruktion gaubenartig aufgestockt, um die Haus- und Medizintechnik für den geplanten Neuausbau zu ermöglichen. Beim Umbau musste mit den gegebenen geringen Geschosshöhen auf den hohen Installationsgrad Rücksicht genommen werden. Ferner wurden unter hohen Lasten zahlreiche Umbaumaßnahmen und Neuanordnungen von Türen in den tragenden Flurachsen vorgenommen. Die besondere Herausforderung war der zeitgleich zu planende und auszuführende Durchstich im Kellergeschoss zur Ermöglichung des Einbaus einer AWT-Anlage (automatischer Warentransport).

Aufgrund der geplanten Wegeführung wurden in zahlreichen hoch belasteten Kellerwänden großflächige Wanddurchbrüche mit lichten Öffnungen von 1,90 m bis 2,00 m Breite hergestellt. Hierbei waren auch aufwändige Abfangungsmaßnahmen an hoch belasteten Erdgeschoss-Stützen im Kellergeschoss erforderlich. So wurde im Kellergeschoss unterhalb einer Erdgeschoss-Stütze mit 700 kN Gesamtlast eine Öffnung mit Breite von 1,90 m für die AWT-Fahranlage hergestellt. Die im Jahr 2006 gestarteten Umbauarbeiten an dem Gebäudeteil, Haus A.a und Haus A.b sowie Mittelbau, befinden sich aktuell noch in Arbeit, wobei viele Geschosse bereits bis Ende 2014 fertiggestellt wurden und in Nutzung sind. Derzeit laufen noch die Umbaumaßnahmen im Gebäudeteil Haus A.a im Kellergeschoss, um die Nuklearmedizin zu modernisieren.

Als weitere Maßnahmen steht die Neuordnung und Modernisierung der Zentralsterilisation an, deren Planung sich aktuell noch in Arbeit befindet.

Die Gesamtbaukosten der Kostengruppe 300 und 400 belaufen sich in Summe auf rund 31 Mio. € brutto.

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